Ingo Lenßen
Hier geht selbst der Anwalt hin! – Ingo Lenßen

Fluggastrechte: Diesen Anspruch auf Entschädigung haben Sie

Mit der Fluggastrechteverordnung hat die Europäische Union rechtlich bindend geregelt, welche Flugrechte Passagiere in haben. Festgelegt sind diese Flugrechte und die Ansprüche auf Entschädigung, Ausgleich und Betreuungsleistungen in der Verordnung (EG) Nr. 261/2004. Von der Fluggastrechteverordnung geregelt werden Ansprüche bei

- Nichtbeförderung,
- Annullierung des Flugs,

Je nach konkretem Umstand und den besonderen Bestimmungen beinhalten die Fluggastrechte Ansprüche auf eine Entschädigung, Ausgleichsleistungen und Unterstützungsleistungen, die unterschiedlich hoch ausfallen können.

Für wen gelten die Fluggastrechte? Für wen gelten die Flugrechte nicht?

Vom Grundsatz her gelten die Fluggastrechte aus der Fluggastrechteverordnung für alle Passagiere und Flüge, die von einem Flughafen innerhalb der EU starten oder für solche, die in der EU landen, wenn die betreffende Fluggesellschaft ihren Sitz in der Europäischen Union hat. Sie gilt für Passagiere, die einen entsprechenden Flug gebucht haben und, außer bei einer Annullierung, rechtzeitig zur Abfertigung, mindestens 45 Minuten vor der veröffentlichten Abflugzeit, erschienen sind. Die Fluggastrechteverordnung gilt nicht für Fluggäste, die kostenlos reisen und nicht für Passagiere, die zu nicht öffentlich zugänglichen verbilligten Tarifen reisen. Reist ein Fluggast im Rahmen einer Kundenbindungs- oder Werbeaktion greifen die Flugrechte hingegen wieder.

Welche Ansprüche auf Entschädigung kann ich als Passagier mit der Fluggastrechteverordnung geltend machen?

Bevor Sie sich daran machen, Ihre Flugrechte gegenüber der Airline oder bei Pauschalreisen gegenüber dem Reiseveranstalter durchzusetzen, sollten Sie sich darüber informieren, welche konkreten Fluggastrechte Sie als Passagier haben. Diese Ansprüche können wir für Sie einfach, komfortabel und ohne Kosten auf www.geld-fuer-flug.de prüfen.

Entschädigung bei Nichtbeförderung

Haben Sie einen Flug gebucht, haben Sie grundsätzlich ein Recht auf Beförderung. Ausgenommen von diesem Recht auf Beförderung sind nach der Fluggastrechteverordnung Passagiere, deren Gesundheitszustand, die allgemeine oder betriebliche Sicherheit oder nicht vollständige Reisunterlagen die Beförderung als nicht gegeben erscheinen lassen.

Unterschieden wird in der Fluggastrechteverordnung weiterhin nach freiwilligem oder unfreiwilligem Verzicht auf die Beförderung. Bei einem freiwilligen Verzicht auf die Beförderung beispielsweise wegen Überbuchung des Flugzeugs sind neben dem Ausgleichsanspruch zusätzliche Unterstützungsleistungen durch die Airline anzubieten. Diese Unterstützungsleistungen beziehen sich auf die Weiterbeförderung zu einem späteren Zeitpunkt, den möglichst zeitnahen Rückflug zum Abflugpunkt oder auf Betreuungsleistungen, die beispielsweise Verpflegung oder Hotelaufenthalte im angemessenen Verhältnis zur Wartezeit auf den Abflug sein können.

Erfolgt die Nichtbeförderung von Passagieren auf nicht freiwilliger Basis, sind die Ausgleichsleistungen und Unterstützungsleistungen sofort zu erbringen. Wird ein Flug wegen Nichtbeförderung gar nicht angetreten, sind zusätzlich zu den Ausgleichs- und Unterstützungsleistungen auch die Kosten für die Flugscheine zu erstatten.

Flugausfall - Was sind meine Fluggastrechte?

Wird ein Flug gestrichen, können dem Passagier nach ser Fluggastrechteverordnung ebenfalls Ausgleichsleistungen zustehen. Auch hier bewegen sich die Ausgleichsleistungen zwischen 250 Euro und 600 Euro je nach Länge der Strecke. Verzichtet der Fluggast auf eine alternative Beförderung, ist außerdem das Ticket zu erstatten.

Flugstrecke Anspruch auf Entschädigung
unter 1.500 km 250 Euro
zwischen 1.500 und 3.500 km 400 Euro
über 3.500 km 600 Euro
Quelle: https://www.evz.de/de/verbraucherthemen/reisen/mit-dem-flugzeug-auf-reisen/fluggastrechte-ihr-anspruch-auf-entschaedigung/

Diese Flugrechte greifen nur, wenn die Fluggesellschaft den Fluggast nicht innerhalb der vorgesehenen Fristen über den Flugausfall oder die Annullierung des Fluges informiert hat.


Benachrichtigung des Fluggastes Alternative Beförderung bei Abflug Alternative Beförderung bei Ankunft
7 bis 14 Tage vorher max. 2 Std. früher max. 4 Std. später
0 bis 7 Tage vorher max. 1 Std. früher max. 2 Std. später
Quelle: https://www.evz.de/de/verbraucherthemen/reisen/mit-dem-flugzeug-auf-reisen/fluggastrechte-ihr-anspruch-auf-entschaedigung/

Wenn Sie einen Flug selbst stornieren oder nicht antreten, haben Sie keine Flugrechte aus der Fluggastrechteverordnung. Dann richten sich die eventuellen Ansprüche auf Erstattung beispielsweise von Steuern und Gebühren nach zivilrechtlichen Vorschriften.

Wie bekomme ich meine Entschädigung?

Für die Abgeltung der Entschädigungen sind je nach konkreter Situation bestimmte Fristen durch die Airlines einzuhalten. Unterstützungsleistungen sind je nach Dauer der Verspätung oder bei Nichtbeförderung und Flugausfall sofort zu leisten. Ausgleichszahlungen müssen innerhalb von zwei Monaten beglichen sein. Die Erstattung von Kosten für Flugscheine ist bei Verzicht auf eine Beförderung oder Weiterbeförderung innerhalb sieben Tagen zu zahlen. Dabei wählt der Passagier aus Barzahlung, Scheck, Überweisung oder mit schriftlicher Einwilligung auch Reisegutscheine.

Sind Ihre Fluggastrechte gemäß der Fluggastrechteverordnung verletzt worden, kommt es auf das richtige Verhalten an. In jedem Fall müssen Sie anzeigen, dass Sie eine Entschädigung beziehungsweise Unterstützungsleistung bei Flugverspätung oder Flugausfall in Anspruch nehmen wollen. Die Verjährungsfrist für die Ansprüche auf Entschädigung beträgt drei Jahre.

Sind Ihre Flugrechte verletzt, nehmen Sie am Flughafen unverzüglich Kontakt mit der Fluggesellschaft auf. Geht das nicht, können Sie auch ein Online-Beschwerdeformular der Airline ausfüllen, von dem Sie sicherheitshalber eine Kopie anfertigen. Immer lassen Sie sich am Flughafen Verspätungen oder Flugausfälle schriftlich bestätigen. Wird das von den Mitarbeitenden der Fluggesellschaften verweigert, bitten Sie Mitreisende, als Zeugen aufzutreten. Im Zweifelsfall hilft auch die Schlichtungsstelle für den öffentlichen Personenverkehr, bevor gerichtliche Schritte einzuleiten sind. Das betrifft alle Fragen und Belange der Durchsetzung Ihrer Flugrechte.

Handelt es sich um eine Pauschalreise, können Sie Ihre Ansprüche nach deutschem Recht innerhalb von vier Wochen beim Reiseveranstalter geltend machen. Versäumen Sie diese Frist, sind Ihre Ansprüche aus dem Pauschalreiserecht verjährt. Allerdings können Sie Ihre Rechte auch direkt gegenüber der Airline geltend machen. Dann gilt eine Verjährungsfrist von drei Jahren ab Eintritt des Schadens. Das gilt auch für alle Ansprüche, die nicht im Zusammenhang mit einer Pauschalreise stehen, also beispielsweise bei Geschäftsreisen.

Auf www.geld-fuer-flug.de können Fluggäste Ihre Ansprüche schnell und unkompliziert prüfen.

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